Ostern - Ruppchen

Zu Ostern möchten die spielzeuggeschichten.de an Ruppchen erinnern. Else Doerfler schrieb das Märchen über das kleine ruppige Hasenkind, und Reinhold Escher machte die Bilder dazu. Wunderbare Zeichnungen, die Hälfte von ihnen in Sepiatönen koloriert.

Ruppchen ist das hässlichste und daher traurigste einer Schar von Hasengeschwistern. Sein raues Fell ist ein Skandal. Sogar die eigene Hasenmutter schämt sich seiner. Und der Vater verbietet ihm, beim Ostereierbemalen behilflich zu sein. Der kleine Außenseiter wird bei dieser interessanten Arbeit einfach ausquartiert, muss acht Tage lang Wache stehen und wird noch beschimpft, dass er auch hier versagt.

Aber als er vor lauter Liebe und in großer Osterhasengerechtigkeit dem armen, kleinen, blonden Magdalenchen ein paar gefärbte Eier ins Nest legen möchte, läuft Ruppchen zu großer Form auf. Er erbettelt von der Henne zwei Eier und macht sich nachts mit den Farbresten, die in den Pinselhaaren hängen, an die Arbeit. Not macht erfinderisch, die Eier werden kunterbunt betupft.

Am nächsten Morgen sind die strengen, aber künstlerisch begeisterungsfähigen Erwachsenen völlig aus dem Häuschen über die Kunstwerke des strubbeligen Ruppchens. Die Familie ist stolz auf ihn, und Magdalenchen freut sich über die schönen Ostereier.

Else Doerfler hat noch mehr geschrieben. Eine Internetrecherche ergab: Die Weihnachtskrippe, 1949; Hexentrinel, 1950; Halima, 1949; Vom unfolgsamen Englein, 1948; Das Mohrenjaköble, 1953; Das Milchbüble und andere Erzählungen, 1950; Das Bild der Mutter, 1948. Ihre Lebensdaten habe ich noch nicht gefunden.

Reinhold Escher (1905-1994) war auch der Zeichner von Mecki in der “Hör Zu”, das erste Buch der Mecki-Reihe, “Mecki im Schlaraffenland”, stammt von ihm, später übernahm Wilhelm Petersen diese Reihe. Aber in der “Hör Zu” war weiterhin Escher am Werk.

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