Ostern - Etwas aus dem Plauderstündchen

Mit einem Zitat aus dem Plauderstündchen (ca. 1895) von Julie Hirschmann und dem dazugehörigen Bild von Fanny Bürkner wünschen die spielzeuggeschichten.de allen Leserinnen und Lesern ein fröhliches Osterfest!

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Dann brachte die Lene Schokolade und Kuchen herein für die Gäste, und Großmutter langte aus dem Eckschrank die bunten Tassen mit den Vögeln und Blumen, welche die Kinder so liebten.

“Großvater,” flüsterte die Kleine, “hat der Hase schon Ostereier gebracht?”

Jetzt ging es durch die Zimmer, in die Küche, auf den Flur, jeder Winkel ward durchsucht.

Da ruft Moritz: “Heißa! Gefunden! Seht ihr, ein junger Mensch muß Glück haben! sage ich,” und hoch in der Hand hält er ein hübsches, rundes Nest auf Pappe mit Moos gefüttert und darinnen?

Nein, das ist zu hübsch! Hedchen und Else laufen eilig herbei, und die Kleine reckt sich so hoch sie kann, im Neste lagen sieben Eier, eins in der Mitte, so groß wie ein Straußenei, oder wie der Kopf von Schwester Hedwigs größter Puppe, und rund herum sechs bunte, gelbe, gesprenkelte Eier mit Sprüchen und Namen darauf, es war eine Pracht!

“O, wenn ich so eins fände, Großvater, das wäre wunderschön!” rief Else, und fort ging’s von neuem zum Suchen.

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